Schulbibliothek

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Bücherwelt - Schulbibliothek der Thomas-Mann-Grundschule

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Die Schulbibliothek der Thomas-Mann-Grundschule gibt es seit vielen Jahren. Wurde sie zunächst von Lehrern betreut, verdankte sie ihr Fortbestehen über lange Zeit dem Engagement von – vom Arbeitsamt betreuten - ABM-Kräften. Nachdem die Möglichkeit des Einsatzes solcher Kräfte nicht mehr bestand und die Bibliothek sanierungsbedingt in einen Kellerraum verlegt wurde, stand die Bibliothek vor dem Aus.

In dieser Situation gab es eine Initiative von Eltern und  Lehrern, die sich damit nicht abfinden wollten. Sie trafen sich regelmäßig und suchten nach Wegen, die Bibliothek zu retten. Es wurden finanzielle Mittel zusammengetragen, um die Kellerräume ansprechender zu gestalten und es wurde ein Plan entwickelt, wie es über das ehrenamtliche Engagement von Eltern gelingen könnte, regelmäßige Öffnungszeiten der Bibliothek für die Schüler abzusichern.  Nach diesen ersten Überlegungen kamen wir jedoch zu der Auffassung, dass es für eine Bibliothek, für unsere lesenden Schüler eine unwürdige Situation ist, die kleinsten und dunkelsten von Rohren durchzogenen Räume nutzen zu müssen.

Mit Zustimmung der Schulleitung und der beiden betroffenen Lerngruppen, wurde der Teilungsraum zwischen Falken und Schwänen (Raum 315) zur Bibliothek. Schüler trugen in kleinen Stapeln ca. 2500 Bücher aus dem Keller in die dritte Etage. Eltern und Lehrer sortierten und ordneten die Bücher und im September 2011 begann der regelmäßige Bibliotheksbetrieb, abgesichert durch einen von ehrenamtlich arbeitenden Eltern in Eigenregie organisierten Dienstplan.

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Bei der Nutzung des Teilungsraums als Bibliothek war  immer klar, dass es sich dabei nur um ein Provisorium handelt. Für die Zeit nach der Sanierung des Schulleitungsbereichs, nach Auszug der Schulleitung aus dem Erdgeschoss des Nordflügels, wurde der Bibliothek ein Raum in dieser Etage in Aussicht gestellt. Lange überlegten wir, wie dieser Raum gestaltet sein soll. In Frühjahrsferien 2012 fand in der Schule ein Workshop mit den Ferienkindern statt. Gemeinsam mit Erziehern und Eltern ging man dieser Frage nach: Es wurden Lieblingsleseorte gesucht und gefunden und über die Farbgestaltung nachgedacht.  Modelle zeigten, was neben den Büchern für unsere Leser noch zu einer guten Bibliothek gehört. Nach Abschluss der Sanierungsmaßnahmen konnten wir im Frühjahr 2013 unseren neuen Raum 016 beziehen.

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Zwischenzeitlich wurde die Arbeit der Bibliothek und die Arbeit in der Bibliothek maßgeblich von den ehrenamtlichen Eltern und Frau Christiansen befördert. Der Buchbestand wurde geordnet und ein Bibliotheksprogramm konnte, finanziert vom Förderverein, erworben werden.  Der gesamte Buch- und Medienbestand wurde in dieses System eingepflegt. Damit ist es nunmehr viel leichter, den Bestand im Blick zu haben, Leseempfehlungen aussprechen zu können, Bücher auszuleihen, mögliche Mahnungen auszusprechen, die Rückgabe zu organisieren und sich bei Neubestellungen an den Leserwünschen zu orientieren.

Parallel zu diesen Entwicklungen der Bibliothek boten wir der Schulleitung an, einen bisher ungenutzten Raum im Gartenhaus auf dem Schulhof als Sommerbibliothek den Schülern in den Pausen und am Nachmittag zugänglich zu machen. Dort finden sich nunmehr Zweitexemplare von Büchern, die vor Ort bei schönem Wetter auf dem Hof gelesen werden können.

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Im Vergleich zum Neuanfang 2010 geht es unserer Bibliothek sehr gut:

  • Wir nutzen einen hellen freundlichen, ansprechend gestalteten Raum. In einem Gesamtkonferenzbeschluss aus dem 2012 wurden der Bibliothek finanzielle Mittel wie für die Einrichtung eines sanierten Klassenraums zugesprochen, so dass wir nach und nach die schon etwas altersschwachen IKEA-Regale durch ein Bibliotheksregalsystem ersetzen werden.
  • Über die Schule konnten wir Neuanschaffungen von Büchern in Höhe von 2000 € vornehmen, der tjfbg finanzierte 500 €, vom Straßenverkauf beim Weltspieltag übergaben uns Schülerinnen 230 €, für die wir Bücher bestellten, viele Klassen beteiligten sich an der Aktion „Wir schenken der Bibliothek zu Weihnachten ein Buch“ und die Bundestagsfraktion der Partei „DIE LINKE“ stellte uns 300 € für neue Bücher zur Verfügung.
  • Seit November 2013 trägt unsere Bibliothek den Namen „Bücherwelt“, den Schüler und Lehrer mehrheitlich aus einer Fülle von Vorschlägen auswählten.
  • Nach einem Aufruf und der Bitte, der Bibliothek Bücherspenden aus privatem Bestand zukommen zu lassen, gibt es immer wieder Schüler, die ein Buch vorbeibringen oder Eltern, die mit einem ganzen Beutel voller Bücher an der Bibliothek anklopfen.
  • Gemeinsam mit Frau Christiansen haben sie den gesamten Bibliotheksbestand in unserem Computerprogramm verschlagwortet und haben eine für Schüler und Eltern nachvollziehbare Signatur an Büchern und Regalen angebracht, was das gezielte Suchen von Büchern zu bestimmten Themen erleichtert. Außerdem haben sie auch große Teile der Bibliotheksöffnungszeiten abgesichert, so dass wir die meisten Eltern, die die Bibliothek sonst in den Pausen und am Nachmittag öffneten, vorübergehend „beurlauben“ konnten.
  • Interessierte Eltern melden sich bitte im Sekretariat oder in der Bibliothek. Unsere Bibliothek wird in den Pausen und am Nachmittag intensiv von Lesern aller Jahrgangsstufen genutzt, in ihr finden Buchlesungen und Unterrichtseinheiten statt, hier wird für Vorträge recherchiert und lesen geübt.
  • Die Bibliothek ist Ort für Leser – sie ist aber auch ein Rückzugsort, ein Ort der Ruhe, hier kann ich Hörspiele hören, Spiele spielen, träumen,… - einer der wichtigsten Orte unserer Schule.