Am 27. September 2011 sind wir Wiesel mit Fr. Schumann und Fr. Krause zur Zitadelle Spandau gefahren. Dort haben wir im Zusammenhang mit unserem Waldprojekt eine Fleder-mausführung gemacht.
Als wir in der Zitadelle – einer im 16. Jh. gebauten Wehranlage, die auch Teile einer Burg aus dem Mittelalter hat – ankamen, entdeckten wir als erstes auf dem Burghof viele riesige Kastanien, von denen jeder so viel wie in seine Taschen passte einsammelte. Außerdem standen dort zwei goße, alte Kanonen. Dann stellte sich Robert vor, der uns durch die Zitadelle führen sollte.


Die Gewölbe der Zitadelle
Zu Beginn kamen wir in die alten Gewölbe der Zitadelle. Robert erzählte uns, dass hier vom Jüdischen Friedhof gestohlene Grabsteine mit eingebaut worden waren. Diese konnte man auch noch besichtigen. Dann zeigte er uns die Schächte, die oben in den Deckengewölben waren: Robert leuchtete für uns mit seiner Taschenlampe in sie hinein und wir entdeckten die ersten Fledermäuse!!!

In einem Schacht hingen zwei Mausohren (diese gehören zu den größten einheimischen Fledermäusen), in einem anderen wahrscheinlich eine Fransenfledermaus (auch einheimisch) und im dritten ziemlich sicher eine Wasserfledermaus.
Von dieser Art fanden wir auf dem Boden leider auch eine totes Exemplar, aber dafür flatterten ein paar sehr lebendige vor uns her.
Tropische Fledermäuse
As nächstes führte uns Robert zu den tropischen Fledermäusen, die in einem dunklen Raum hinter Glas gehalten wurden. Unter anderem wohnten dort kleine Flughunde. Robert hatte die Fütterung extra für uns verschoben, damit wir sehen konnten, wie sie Äpfel, Bananen und anderes Obst verspeisten. Dabei entwischte eine Fledermaus in die Küche und krallte sich dort an der Wand fest. Robert konnte sie aber vorsichtig wieder einfangen. Danach war auch für uns „Fütterungszeit“. Währenddessen zeigte Robert uns eine kleine tropische Fledermaus, die er auf seinen Finger gesetzt hatte. Das schien ihr aber nicht zu gefallen, denn sie schimpfte die ganze Zeit vor sich hin.
Zum Schluss stiegen wir über eine endlos lange Treppe auf den mittelalterlichen Juliusturm. Das war zwar sehr anstrengend, hat sich aber gelohnt, denn von dort aus hatte man eine wunderschöne Aussicht auf Berlin.


Auf dem Weg zurück zur S-Bahn entdeckten wir im Burggraben noch einen riesigen Hecht, der dort seine Kreise zog.
Anna Depkat von den Wieseln